Pawel Zalejski, Stefan Danhof & Ariel Barnes © Holger Pfeuffer

Konzert

Beethoven Klaviertrios II "Gassenhauer"

Freitag, 22.01.2021 · genaue Uhrzeiten folgen

Tafelhalle, Nürnberg

Ludwig van Beethoven
Klaviertrio B-Dur op. 11, Gassenhauer-Trio
Klaviertrio Es-Dur op. 70/2
Klaviertrio G-Dur op. 1/2

mit
ensemble KONTRASTE
Violine   Pawel Zalejski
Violoncello  Ariel Barnes
Klavier  Stefan Danhof

Klaviertrios sind 1795 en vogue – selbstbewusst stellt sich der junge Klaviervirtuose Beethoven dem anspruchsvollen Wiener Publikum erstmals als Komponist vor, mit drei Klaviertrios. Bereits mit diesem Opus 1 bekundet er seinen Willen, musikalisch neue Wege gehen zu wollen – und hat erstaunlicherweise sofort Erfolg. Die Trios finden auf Anhieb reißenden Absatz, mit ihnen legt Beethoven den Grundstein seiner Karriere. Immer wieder widmet er sich im Laufe seines Komponistenlebens der Gattung, mit der ihm der künstlerische Durchbruch gelang.
An drei Abenden begibt sich ensemble KONTRASTE mit Beethovens Klaviertrios auf eine spannende Spurensuche durch die Musikgeschichte des frühen 19. Jahrhunderts. Die Gegenüberstellung der drei Trios aus Opus 1 mit den später komponierten zeigt die faszinierende Entwicklung, die Beethovens pianistisches und kompositorisches Schaffen, aber auch die Gattung „Klaviertrio“ genommen hat.
Das G-Dur-Trio Opus 1,2 beginnt langsam, mit geradezu symphonischem Gewicht, bevor das finessenreiche Allegro einsetzt. Im Mittelpunkt des Trios steht der zweite Satz, ein „Largo con espressione“ – es ist geradezu das Idealbild eines Beethoven´schen langsamen Satzes. Das kurze Scherzo und das fröhlich eilende Finale knüpfen wieder an den eher spielerischen Ton des Kopfsatzes an. 
Die beiden Trios des Opus 70 sind kompositorisch offensichtlich als Kontrast-Paar entstanden. Das Trio Opus 70,2 ist von „weniger ernstem Charakter“ (Czerny) als das geisterhafte Schwesterwerk, es wirkt spielerisch, mit tänzerisch beschwingten, aber auch „schubertisch“ liedhaften Themen. Das Finale bietet ein Fest heiterer Laune, das mit unbändigem Schwung seinem Höhepunkt zustrebt und dann abbricht – leichtes Musizieren, das doch stets die Souveränität des mittleren Beethoven demonstriert.
Zwischen den drei schwergewichtigen Trios von Opus 1 und den mindestens ebenso anspruchsvollen von Opus 70 komponierte Beethoven sein Opus 11, ein dreisätziges Werk im Serenadenton, ursprünglich für Klavier, Klarinette und Cello. Die Bezeichnung „Gassenhauertrio“ bekam es wegen der neun Variationen über eine damals sehr populäre Melodie aus einer komischen Oper. Beethoven fand mit dem unterhaltsamen Werk auch Anklang bei der Kritik, die ihm sonst gern zu große Kompliziertheit vorwarf: „...derselbe würde uns viel Gutes liefern, wenn er immer mehr natürlich als gesucht schreiben wollte.“

Karten ab 1.9. an allen Vorverkaufsstellen
Normal: 28 € / Ermäßigt: 23 €
Vorverkauf: 24 € / Ermäßigt: 19 €