Pawel Zalejski, Stefan Danhof & Ariel Barnes © Holger Pfeuffer

Konzert

Beethoven Klaviertrios III "Erzherzog"

Sonntag, 07.03.2021 · genaue Uhrzeiten folgen

Tafelhalle, Nürnberg

Ludwig van Beethoven
Klaviertrio c-Moll op. 1/3
14 Variationen Es-Dur op. 44 
Klaviertrio op. 97, Erzherzog-Trio

mit
ensemble KONTRASTE
Violine   Pawel Zalejski
Violoncello  Ariel Barnes
Klavier  Stefan Danhof
 

Klaviertrios sind 1795 en vogue – selbstbewusst stellt sich der junge Klaviervirtuose Beethoven dem anspruchsvollen Wiener Publikum erstmals als Komponist vor, mit drei Klaviertrios. Bereits mit diesem Opus 1 bekundet er seinen Willen, musikalisch neue Wege gehen zu wollen – und hat erstaunlicherweise sofort Erfolg. Die Trios finden auf Anhieb reißenden Absatz, mit ihnen legt Beethoven den Grundstein seiner Karriere. Immer wieder widmet er sich im Laufe seines Komponistenlebens der Gattung, mit der ihm der künstlerische Durchbruch gelang.
An drei Abenden begibt sich ensemble KONTRASTE mit Beethovens Klaviertrios auf eine spannende Spurensuche durch die Musikgeschichte des frühen 19. Jahrhunderts. Die Gegenüberstellung der drei Trios aus Opus 1 mit den später komponierten zeigt die faszinierende Entwicklung, die Beethovens pianistisches und kompositorisches Schaffen, aber auch die Gattung „Klaviertrio“ genommen hat.
Im Trio Opus 1,3 lässt Beethoven die Welt unterhaltender Salonmusik am weitesten hinter sich, schon der düstere Auftakt mit seinem markanten Kopfmotiv in c-Moll lässt aufhorchen – c-Moll ist bei Beethoven oft die Tonart des Tragischen. Aber nicht alles ist düster und schicksalhaft in diesem Trio: Das Andante cantabile und auch das Trio im dritten Satz sind von lichter Heiterkeit. Beethoven hielt dieses dritte Klaviertrio übrigens für das beste in Opus 1, die Musikwelt stimmt ihm darin bei.
Die Neigung Beethovens, einfache Vorlagen als Ausgangspunkt raffinierten Variierens zu nehmen, hat im Opus 44 einen Gipfelpunkt, denn das „Thema“ ist mehr oder weniger nur der Es-Dur-Dreiklang. Die vierzehn Variationen sind ein Wunder an Raffinesse und Spiel mit allen Möglichkeiten, in durchdachter Dramaturgie wechseln Instrumente, Dynamik, Stimmung und Tonarten, bis am Schluss wieder der schlichte Es-Dur-Akkord erreicht ist.

Erzherzog Rudolph war ein großer Bewunderer und Förderer Beethovens, dieser revanchierte sich mit vielen Widmungen seiner Werke, auch dem Trio Opus 97 – unstrittig ein Gipfel in Beethovens Kammermusik. Es gehört zu jener Werkgruppe, in der Kantabilität dominiert. Im ersten Satz sieht der Beethoven-Biograph Riezler „alles getaucht in flutendes Gefühl“. Ein Höhepunkt ist das Andante cantabile in D-Dur, die Utopie einer schöneren friedvollen Welt. In grellem Kontrast dazu, wie Beethoven es liebte, ein spielerisches Schlussrondo. Ein großes Werk und würdiger Abschluss unserer Reihe.

Karten ab 1.9. an allen Vorverkaufsstellen
Normal: 28 € / Ermäßigt: 23 €
Vorverkauf: 24 € / Ermäßigt: 19 €