Pawel Zalejski, Stefan Danhof & Ariel Barnes © Holger Pfeuffer

Konzert

Beethoven Klaviertrios I "Geister"

Samstag, 14.11.2020 · 16 und 20 Uhr

Tafelhalle, Nürnberg

Ludwig van Beethoven
Klaviertrio Es-Dur op. 1,1
Klaviertrio G-Dur op. 121a "Kakadu-Variationen"
Klaviertrio D-Dur op. 70,1 "Geister-Trio"

mit
ensemble KONTRASTE
Violine   Pawel Zalejski
Violoncello  Ariel Barnes
Klavier  Stefan Danhof


Klaviertrios sind 1795 en vogue – selbstbewusst stellt sich der junge Klaviervirtuose Beethoven dem anspruchsvollen Wiener Publikum erstmals als Komponist vor, mit drei Klaviertrios. Bereits mit diesem Opus 1 bekundet er seinen Willen, musikalisch neue Wege gehen zu wollen – und hat erstaunlicherweise sofort Erfolg. Die Trios finden auf Anhieb reißenden Absatz, mit ihnen legt Beethoven den Grundstein seiner Karriere. Immer wieder widmet er sich im Laufe seines Komponistenlebens der Gattung, mit der ihm der künstlerische Durchbruch gelang.
An drei Abenden begibt sich ensemble KONTRASTE mit Beethovens Klaviertrios auf eine spannende Spurensuche durch die Musikgeschichte des frühen 19. Jahrhunderts. Die Gegenüberstellung der drei Trios aus Opus 1 mit den später komponierten zeigt die faszinierende Entwicklung, die Beethovens pianistisches und kompositorisches Schaffen, aber auch die Gattung „Klaviertrio“ genommen hat.
Schon in Opus 1,1 ist Beethovens Anspruch, Besonderes vorzustellen, hörbar und spürbar: Im ersten Satz scharfe Kontraste, ein energisch aufstrebendes Hauptthema und ein lyrisch-kantables Seitenthema, das von der Violine vorgetragen wird; danach ein spannungsvoll akzentuiertes Adagio und ein spielerisches Scherzo; am Schluss der unbeschwerte Charakter des vierten Satzes, mit Dezimen-Sprüngen wie „ganz gewöhnliche Straßenpfiffe“ – eine witzige und zugleich hochvirtuose Musik!
Eine Kuriosität stellt das Opus 121b dar, Variationen über das Lied „Ich bin der Schneider Kakadu“ aus einem damals populären Singspiel. Offensichtlich reizte es Beethoven, aus der schlichten Melodie etwas Besonderes zu machen. Zehn Variationen zeigen in ihrer phantasievollen Vielseitigkeit Beethovens überlegene Variationstechnik.
Opus 70,1 ist das berühmte „Geistertrio“, den Namen erfand Beethovens Zeitgenosse und Schüler Karl Czerny, der den beängstigend düster klingenden zweiten Satz mit seinem mystischen Kolorit der Streicherstimmen und den gespenstischen Tremoli im Klavier „gleich einer Erscheinung aus der Unterwelt“ empfand. Ein erster und ein dritter Satz ganz gegensätzlichen Charakters kontrastieren das fahle Nachtstück des Mittelsatzes – in toto ein musikalisches Highlight!

Karten ab 23.9. an allen Vorverkaufsstellen
Normal: 28 € / Ermäßigt: 23 €
Vorverkauf: 24 € / Ermäßigt: 19 €