Tradition der Neugierde

1990 in Nürnberg gegründet, widmet sich das eK seit über 20 Jahren der Kammer- und Ensemblemusik. Das eK spielt circa 60 Konzerte im Jahr und verfügt über einen selbstbestimmten Mitgliederstamm, der Name ist Programm. Die engsten Medienpartner sind der Bayerische Rundfunk und die Fernsehanstalten ZDF/arte. Das Rückgrat des Ensembles bildet die Konzertreihe in der Nürnberger Tafelhalle. Auf der steten Suche nach einem intensiven Konzerterlebnis, für Musiker wie Publikum, entwickelte das eK eine lebendige Vielfalt, die ihresgleichen sucht.

Kammermusik, Schauspiel, Puppentheater, Literatur, StummFilmMusik und Kammeroper führten das eK neben seiner Tätigkeit in der Metropolregion Nürnberg in europäische Metropolen wie Paris, Wien, Madrid, Lissabon, Warschau, Athen, München, Berlin. Es erhielt Einladungen zu Festivals wie den Wiener Festwochen, den Schwetzinger Festspielen, dem Chopin-Festival Warschau, der Berlinale oder dem Schleswig-Holstein Musikfestival.

Für seine undogmatische Arbeitsweise, Altem mit Respekt und Neuem ohne Avantgarde -Attitüde zu begegnen, wurde das eK von der Ernst von Siemens Musikstiftung gefördert und mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. 1999 erhielt eK den Wolfram-von-Eschenbach Preis, 2000 den Förderpreis der Ernst-von-Siemens Kulturstiftung, 2004 den Kultur-Förderpreis der Stadt Nürnberg, 2007 den Friedrich-Baur-Preis der Akademie der Schönen Künste und 2010 Kulturpreis der E.ON Bayern AG.

Zur Saison 2010 übernahm der Dirigent Kevin John Edusei als primus inter pares die künstlerische Leitung und das Ensemble feierte sein 20-jähriges Bestehen.

Das eK gibt regelmäßig Neukompositionen und Bearbeitungen in Auftrag.

Zusammen mit „Thalias Kompagnons“ und der Tafelhalle Nürnberg entstand 2006 „Die Zauberflöte – eine Prüfung“ mit dem Countertenor Daniel Gloger und 2010 „Tulemond & Mondamin“ mit Salome Kammer. Bei „Tulemond & Mondamin“ verbindet sich Schönbergs „Pierrot lunaire“ zusammen mit einem Maltheater zu einem klingenden Bild.

Die ironisch-lustvollen Fassung von Mozarts Zauberflöte für zwei Puppenspieler, Countertenor und acht Musiker wurde bei über 120 Aufführungen in ganz Europa von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert.

Mit dem Tenor Christoph Prégardien hat das eK schon mehrfach zusammengearbeitet. Das aktuellste Projekt ist der „Wanderer“ mit Liedern von Schumann, Mahler und Killmayer in Bearbeitungen für Tenor und Kammerensemble. Die CD dazu ist bei Challenge Classics erschienen.

Mit dem mehrfach preisgekrönte Foto- und Videokünstler Christoph Brech verbindet das eK das Projekt „Zum Ende der Zeit“, ein VideoKunstKonzert in acht Bildern bei der die 360-Grad-Projektion eines Planetariums genutzt wird. Mit seinem außergewöhnlichen Gefühl für Zeit und Raum, verdichtet Brech die Musik des großen Mystikers Olivier Messiaen zusammen mit seinen Videos zu einem suggestiven Kosmos.

2011 entstand auch die neue Zusammenarbeit des eK mit dem Kindertheater Pfütze: „Ente, Tod und Tulpe“, Musiktheater mit zwei Spielern, fünf Musikern, Neuer Musik und bewegten Bildern nach dem Bilderbuch von Wolf Erlbruch.