Tradition der Neugierde
1990 wurde das ensembleKONTRASTE von Nürnberger Orchestermusikern mit dem Ziel gegründet, den Elfenbeinturm des klassischen Musikers zu verlassen und direktere Wege zum Publikum zu finden. Mittlerweile spielt das Ensemble 60 Konzerte im Jahr und verfügt über einen selbstbestimmten Mitgliederstamm, der Name ist Programm geblieben. Die engsten Medienpartner sind der Bayerische Rundfunk und die Fernsehanstalten ZDF/arte. Das Rückgrat des Ensembles bildet die Konzertreihe in der Nürnberger Tafelhalle. Auf der steten Suche nach einem intensiven Konzerterlebnis, für Musiker wie Publikum, entwickelte das eK eine lebendige Vielfalt, die ihresgleichen sucht.
Kammermusik, Schauspiel, Puppentheater, Literatur, StummFilmMusik und Kammeroper führten das eK in europäische Metropolen wie Paris, Wien, Krakau, Athen, München, Berlin. Es erhielt Einladungen zu den Wiener Festwochen, den Salzburger Festspielen und dem Schleswig-Holstein Musikfestival.
Für seine undogmatische Arbeitsweise, Altem mit Respekt und Neuem ohne Avantgarde-Attitüde zu begegnen, wurde eK mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, u.a. von der Stadt Nürnberg, der Ernst-von-Siemens - Stiftung und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
Eine große Vorliebe des Ensembles gilt der Stimme. Es arbeitet mit Sängern wie Christoph Pregardien, Salome Kammer, Thomas E. Bauer, Anke Vondung oder mit dem Vokalensemble Singer Pur zusammen.
Das eK hat zahlreiche Kompositionsaufträge vergeben, u. a. an M. Smolka, M. Obst, A. Hamary, H. Winbeck. Es entstanden Auftragswerke wie „Die Nachtigall und die Rose“, ein Hörspiel auf der Bühne für zwei Schauspieler und Kammerensemble frei nach Oscar Wilde
(Musik K. Ospald, Libretto F. Apke), das Projekt „Blasmusik“ mit dem Trompeter Hans Gansch oder eine Bühnenfassung des Romans „Der Chronist der Winde“ von Henning Mankell für 3 Schauspieler und 4 Musiker für Kindertheater (Produktion Theater Mummpitz).
Zusammen mit dem Puppentheater „Thalias Kompagnons“, dem Countertenor Daniel Gloger und der Tafelhalle Nürnberg entstand „Die Zauberflöte – eine Prüfung“. Mit dieser eigenen, ironisch-lustvollen Fassung von Mozarts Zauberflöte für zwei Puppenspieler, Countertenor und acht Musiker errang das Ensemble Erfolge in ganz Europa, von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert.
Zur Saison 09/10 übernimmt der Dirigent Kevin John Edusei als primus inter pares die künstlerische Leitung und das Ensemble feiert sein 20-jähriges Bestehen in einer ausgedehnten Jubiläumssaison.
