TRADITION DER NEUGIERDE

Das ensemble KONTRASTE (eK) ist seit mehr als einem Vierteljahrhundert wichtiger Impulsgeber und fester Bestandteil der Nürnberger Kulturlandschaft.
Im Jahresprogramm 2018/19 spiegelt sich erneut unsere Devise: die reizvolle Mischung aus Bewährtem, Unbekanntem, Gewagtem und Provozierendem – ganz nach Pierre Boulez: „Kultur braucht keine falsche Sicherheit, sondern offene Türen und ein Risiko.“
Unser Name ist Programm, Vielfalt das Resultat: intensive und in jeder Hinsicht außergewöhnliche Konzerte, sei es mit Kammer- oder Ensemblemusik, klassisch oder zeitgenössisch, allein oder in Verbindung mit Schauspiel, Videokunst, Film, Literatur, Bildender Kunst. Kluge und raffinierte Programmkonzepte machen die Veranstaltungen mit dem eK zum Erlebnis für Musiker und Publikum.

Das Rückgrat des eK-Programms: KONTRASTE – Klassik in der Tafelhalle. Unkonventionell wie der Spielort sind die Konzerte, alle Sparten des klassischen Musikangebots umfassend. Ein großer Abonnentenstamm schätzt auch das übrige Angebot: Bühnen-, (Stumm-)Film- oder Videoproduktionen, Kinderkonzerte und das florierende Dichtercafé mit seiner Mischung aus Lesung und Musik – wegen des großen Zuspruchs fügen wir den bisherigen drei Veranstaltungen eine vierte hinzu.

In dieser Saison werden die Frauen „ins Licht gerückt“ – in all unseren Sparten, als Komponistinnen, Autorinnen, oder als Protagonistinnen bedeutender Kinokunst. Das hatten wir schon länger vor, wir laufen da keineswegs aktuellen Trends hinterher – unser Anstoß war das denkwürdige Jahr 1918, das Jahr, in dem die Frauen das Wahlrecht erhielten. Seit 100 Jahren dürfen sie in der Politik mitwirken, Grund genug für eine „Frauensaison“ beim eK.

ensemble KONTRASTE begegnet in seiner künstlerischen Arbeit Altem mit Respekt und Neuem ohne Avantgarde-Attitüde. Aus unserer großen Leidenschaft für neue und neueste Musik sind – vielfach in direkter Zusammenarbeit mit den Komponisten – zahlreiche Werke entstanden, u.a. von Heinz Winbeck, Martin Smolka, Klaus Ospald, Michael Obst, András Hamary, Leo Dick, Marcus Maria Reißenberger und Gene Pritsker.

In dieser Saison stellen wir zwei zeitgenössische Komponistinnen vor, Brigitta Muntendorf und Isabel Mundry, die auch bei unseren Konzerten anwesend sein und sich dem Gespräch stellen werden.

Unterstützung fand das eK u.a. durch die Ernst von Siemens Musikstiftung, den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, den Bayerischen Musikfonds, den Bayerischen Kulturfonds, die Zukunftsstiftung der Sparkasse Nürnberg, den Fonds Darstellender Künste und den Deutschen Musikrat. Neben dem Freistaat Bayern und dem Bezirk Mittelfranken unterstützt die Stadt Nürnberg eK finanziell mit einer eigenen Haushaltsstelle.

Zahlreiche Preise würdigten die Arbeit des Ensembles: Wolfram-von-Eschenbach-Förderpreis (1999), Kultur-Förderpreis der Stadt Nürnberg (2004), Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (2007), Kulturpreis der E.ON Bayern AG (2010), Wolfram von Eschenbach Preis (2015).

Über die Nürnberger Konzerttätigkeit hinaus spielt das eK in vielen europäischen Metropolen: Luxemburg (Philharmonie), Wien (Konzerthaus), Paris (Louvre-Museum), Berlin (Volksbühne), Athen (Concerthall), Lissabon (Nationaltheater). Es erhielt Einladungen zu den Wiener Festwochen, den Schwetzinger Festspielen, dem Chopin-Festival Warschau, der Berlinale, den Salzburger Festspielen, dem Schleswig-Holstein-Musikfestival und dem Musikfest Nara in Japan. 

Wichtigste Medienpartner sind der Bayerische Rundfunk und ZDF/Arte.