Programmheft
"Die Nachtigall und die Rose"
Hier „ringen negativ elektrische Philosophie und positiv elektrischer Enthusiasmus miteinander um ein Gleichgewicht. [...]
Wenn der Mensch mit der kleinen Welt, wie der Humor es tut, die unendliche ausmisset und verknüpft, so entsteht jenes Lachen, worin noch ein Schmerz und eine Größe ist.
Jean Paul
Hör zu –
Nein, ich mag nichts mehr hören ! Lasst doch die Nachtigallen auf den Bäumen.
Bitte – nicht so schnell –
Und von Rosen und Dornen im Zusammenhang mit der Liebe haben wir auch schon genug gehört.
Aber –
Nein ! In dieser Geschichte kommt alles vor, wovon ich nicht mehr hören mag ! Die Sommernacht, der junge Student, das junge Mädchen, Liebesseufzer – Trallala !
Wenn ich einmal ausreden dürfte –
Zwecklos. Ich könnte Dir vor lauter Gähnen gar nicht zuhören.
Aber dieses Märchen hat Mr. Wilde erzählt.
Wer ?
Mr. Oscar Wilde – der schwule Dichter, den man aus allen Nestern, aus allen Bäumen jagte, weil er war, wie er war. Der konnte von der Liebe noch ein ganz anderes Lied singen.
***
Theater ist einfach, d.h. auf das Wesentliche ausgerichtet. Was das Wesentliche ist – in einem Werk dieses zu entdecken und hervorzubringen ist die eigentliche Aufgabe. Das betrifft sowohl den Regisseur als auch den Komponisten.
Künstler glauben offenbar schon länger, sie müssten mit der atemberaubenden Entwicklung der Wirtschaft konkurrieren, wollen zeigen, dass sie „auf dem Kamm der wirtschaftlichen Konjunktur mitreiten„ (Hans G.Helms) können, wollen.
Internet, mit der ganzen Welt verbunden sein, Globalisierung auf dem Theater, mixed-clips, Bach und Hip-Hop, Schönberg und Stepdance. Wieso schrumpft das Bedürfnis sich klar abzugrenzen ? Oder geht es darum, alles zu können, ein Tausendsassa mit zwanzig Armen, überall einsetzbar, flexibel bis in die Zehenspitzen ?
Uns interessiert kein Mensch im Internet, es sei denn, er sitzt im Theater und wir hören seinen Atem. Das Missverständnis, dass Neu auch gleich Notwendigkeit bedeutet, ist eine Erfindung der Marktstrategen, die sich gern auch progressiv gebärden, um auch auf diesem Sektor ein Schnäppchen zu machen. Die Reduzierung auf den Materialwert, was neu und aktuell ist, langweilt uns.
Die Themen sind stets die gleichen, also: Liebe, Verzweiflung, Utopie, Grausamkeit, Pragmatismus, Abgrund, Täuschung und Wahrheit und das seit Jahrhunderten. Und da der Mensch sich durch diese unerschütterliche Unveränderlichkeit auszeichnet, verhallt das Geschrei des Spektakulären im Nichts für uns.
Der Text von Oscar Wilde bildete die Vorlage für ein Libretto, das vollständig nachgedichtet und um viele Nuancen erweitert wurde.
Zwei Erzähler, die sowohl klassisch fungieren, als auch in andere Rollen schlüpfen: zwölf Personen auf zwei verteilt; dies fordert und fördert in hohem Maße auch die Fantasie des Publikums.
Die Reduktion als Mittel Vielfältigkeit zu schaffen. Und die Musik ?
Gemeinsam mit der Nachtigall ist ihr, Luft in Schwingung zu versetzen. Aber die Musik wird ihre Gesänge nicht stören, so wie sie die Musik nicht stören wird. Sie wissen voneinander, ohne sich zu kennen. Die Musik spürt der Natur der Töne nach, die Nachtigall ist ganz Naturlaut. Und in dieser fremden Verbundenheit entsteht und verlischt der Gesang der Nachtigall wie die Musik.
Nachtigallen singen nicht für uns. Sie singen noch nicht einmal für sich selbst. Sie singen um zu singen. Sie singen weil Gesang ist. Sie werden immer singen, ob man ihnen zuhört oder nicht.
Also:
Keine Show, kein Imponiergehabe großer Gefühle, keine Theatralik.
Poesie.
Das muss genügen !
Fred Apke/Klaus Ospald
***
Oscar Wilde
Zur Zeit seines höchsten Ruhms äußerte Oscar Wilde gegenüber André Gide: "Möchten Sie wissen, worin die Tragödie meines Lebens besteht? Ich habe mein Genie auf mein Leben verwendet und auf meine Werke nur mein Talent." Etwas überspitzt formuliert waren Wildes literarische Werke tatsächlich eine Art Nebenprodukt seines Lebens - eines Lebens als das eines Ästheten, der auf Wirkung in der Gesellschaft drängte. Alle Äußerungen Wildes - als scharfzüngiger Kritiker, als einnehmender Redner, als witzig-provokanter Unterhalter, als Dichter - waren unmittelbar auf die ihn umgebende und prägende, ihn zugleich anspornende und herausfordernde Gesellschaft bezogen, sowohl als Gegenstand seiner Verehrung als auch Zielscheibe seines Spotts. Mit seiner sprachlichen Gewandtheit und durch sein spektakulär-dandyhaftes Auftreten hatte sich Wilde nach Abschluss seiner Studien rasch als Apostel und führender Repräsentant des Ästhetizismus bekannt gemacht, jener Haltung, für die der Wert eines Kunstwerks nicht mehr durch den moralischen, metaphysischen oder literarischen Gehalt, sondern allein durch die Schönheit der Erscheinung bestimmt wurde. Seine Erzählungen und Märchen (bis hin zur umfangreichsten Arbeit "The Picture of Dorian Gray"), ebenso wie die Dramen - denen seit Beginn der 1890er Jahre großer Erfolg beschieden war (genannt seien der zunächst verbotene Einakter "Salome", der die Verlockung des Bösen thematisiert, oder die Komödie "The Importance of Being Earnest", welche die Gesellschaft verspottet) - folgen dieser ästhetischen Position. Ziel war ihm eine Literatur, die über eine Spiegelung des Alltags hinausreicht. Es ist immer wieder vermutet worden, dass dieselbe Leidenschaft, die Wilde als Verfechter des Ästhetizismus unentwegt nach neuen ästhetischen Reizen, nach ständig anderer Stimulanz und Abwechslung suchen ließ, letztlich auch hinter seinen homosexuellen Beziehungen gestanden haben mag. Ihr Bekanntwerden - ein Stein, den der Familienvater Wilde durch eine Verleumdungsklage übrigens selbst ins Rollen gebracht hatte, wohl weil er sich seiner gesellschaftlichen Stellung sicher fühlte und sich ohnehin betrachtete als "einen von denen, die für Ausnahmen geschaffen sind und nicht für Gesetze" - führte 1895 zu Wildes Verhaftung und Verurteilung in einer Art Musterprozess. In der Intensität des Hasses, der sich seitens der viktorianischen Gesellschaft über ihn ergoss und zur Verdammung des Künstlers zusammen mit dem Menschen führte, hat man die Rache dieser Gesellschaft an jenem Subjekt erkannt, dem sie einst zugejubelt hatte, je mehr es sich über sie lustig machte.
Wildes Märchen "The Nightingale and the Rose"
Seit der Romantik gibt es neben dem Volksmärchen das von Dichtern für den kunstverständigen Leser verfasste Kunstmärchen. Auch Kunstmärchen können auf den traditionellen Motiven des europäischen Volksmärchens beruhen, können sich davon aber auch gänzlich lösen; immer tragen sie die unverwechselbare Handschrift ihres Autors sowohl in der Erzählweise als auch hinsichtlich der je eigenen Lebensphilosophie, deren Ausdruck sie sind. Kunstmärchen sind damit von vornherein persönlicher, in jedem Fall aber in Gang und Ausgang ihrer Handlung weniger voraussehbar. Natürlich können auch sie (nach)erzählt werden, obwohl ihr oft beträchtlicher Umfang (man denke etwa an E. Th. A. Hoffmanns "Der goldne Topf" oder "Klein Zaches, genannt Zinnober"), insbesondere aber die keineswegs immer schlichte Formulierungs- und Gestaltungsweise mit dem (Vor)Lesen rechnen. Und ebenso selbstverständlich sind viele von ihnen auch für Kinder gedacht oder geeignet, doch richten sie sich in der Mehrzahl an den erwachsenen Leser und setzen dessen Welterfahrung voraus.
Selbst von den zwischen 1835 und 1848 erschienenen "Märchen, für Kinder erzählt" des dänischen Dichters Hans Christian Andersen rechnet eine Vielzahl mit dem schon reiferen Kind, und unübersehbar lassen diese Märchen Andersens Lebensanschauung durchscheinen, die rationalistischem Zwang die pantheistische Sicht des mit der Natur harmonierenden Menschen gegenüberstellt. (Dass dies auch ganz handfeste Gesellschaftskritik meinen kann, hat Helmut Lachenmanns Oper "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern", der das gleichnamige Märchen Andersens zugrunde liegt, eindringlich deutlich gemacht.) Anders als etwa in Goethes "Märchen", das in seiner zugespitzten Symbolbeladenheit eher zur Allegorie tendierte, wurde in den Kunstmärchen seit Novalis, Brentano und Hoffmann etwas niedergelegt, das auf eine ersehnte Welt deutet, vom Hereinreichen von etwas "Anderem" ins Alltäglich-Normale spricht.
Oscar Wilde schrieb neun solcher Kunstmärchen. "Die Rose und die Nachtigall" erschien zusammen mit vier anderen im Jahre 1888; einen zweiten Band mit vier Märchen ließ Wilde drei Jahre später - im selben Jahr wie "Das Bildnis des Dorian Gray" - folgen. Im Gegensatz zur zweiten Sammlung - in der immer noch von Liebe und Schönheit erzählt wird, die jetzt aber mit Schmerz, Sünde oder auch Grausamkeit verküpft sind, und in der die Motive des Teufelsbundes und des Doppelgängers aufscheinen (zu einem Zeitpunkt, als Wilde selbst bereits ein Doppelleben führte) - sind die Märchen der ersten Sammlung in eher zarten, mitunter auch melodramatisch übersteigerten Farben gehalten. Unübersehbar tritt in ihnen das Bemühen Wildes um eine kunstvoll-gekünstelte Sprache hervor, die zur Imitation der Bibelsprache und englischer Kinderreime greift und das Schöne durch lange Aufzählungen zu beschwören versucht. Bei einem Dichter, der immer wieder betonte, dass "der Bereich der Kunst und der Bereich der Moral vollkommen getrennt und verschieden" seien, mag die Akzentuierung des moralischen Gehaltes in dieser ersten Märchensammlung zuerst befremdlich erscheinen; Wilde reagierte mit ihr aber nicht zuletzt auch auf die Öffentlichmachung sozialer Missstände gerade in jenen Jahren: "Die Geschichte ist ein Versuch, ein tragisches modernes Problem in einer Form zu behandeln, die zarte und phantasievolle Behandlung zum Ziel hat: sie ist eine Reaktion gegen den rein imitativen Charakter der modernen Kunst."
Dabei stand Wilde allerdings unverändert das Streben nach Schönheit der Form über Allem. Auch "The Nightingale and the Rose" ist nach diesem Grundsatz gestaltet: "Als ich es schrieb, begann ich nicht mit einer Idee und kleidete sie in eine Form, sondern begann mit einer Form und versuchte, sie so schön zu gestalten, dass sie viele Geheimnisse und viele Antworten bergen konnte." Der seit der frühen Romantik vielfach thematisierte unüberbrückbare Gegensatz zwischen dem Künstler und dem Philister, hier personifiziert durch Nachtigall und Student, bildet den thematischen Kern. Zahlreich sind die Anspielungen auf vertraute Motive und Symbole. So finden sich sowohl die Rose als Sinnbild für Schönheit als auch die Nachtigall als Sinnbild für Poesie in Andersens Märchen, und eine Verwandtschaft besteht auch zum altpersischen Mythos von der Nachtigall und der Rose, der vom zum Tod führenden Liebesopfer, bei dem die Nachtigall ihr Herz an die Dornen der von ihr geliebten Rose presst, erzählt. Doch gab Wilde dem Geschehen - etwas von der Angebeteten Dahingesagtes ("Wenn ich ihr rote Rosen brächte, versprach sie, mit mir zu tanzen"), von einer mit begrenzter Liebesfähigkeit und borniertem Denken ausgestatteten Person (Student) in Selbstmitleid zum Lebensproblem erhoben, wird zum Auslöser der Opfertat eines naiv Schein für Wahrheit nehmenden ("Endlich mal ein treuer Liebhaber!"), dabei bis zum Ende in Illusion befangen bleibenden ("Alles, was ich dafür von dir verlange, ist, dass du deiner Liebe treu bleiben sollst ...") empfindenden Wesens (Nachtigall) - eine Wendung ins Zynische, denn in seinem Märchen geschieht das Opfer der Nachtigall sinnlos, allein für selbstischen Unverstand ...
Klaus Ospald
Beschäftigt man sich mit der Musik Klaus Ospalds, nimmt man rasch ihre große Sprachhaftigkeit wahr. Dieser Eindruck stellt sich nicht nur dadurch ein, dass viele seiner Kompositionen Texte vertonen, integrieren oder von ihnen inspiriert worden sind - das Spektrum reicht hier sehr weit, wenn auch die zumindest zeitweise Bevorzugung subversiv-sarkastischer Gedichte (etwa diejenigen Konrad Bayers), die zu virtuosen Sprechkunststücken ausgestaltet werden, evident ist. Eher gibt die häufig anzutreffende Einlagerung von Text oder Textpartikeln in instrumentale Linien (wodurch diese im Wortsinn zu reden beginnen und sich an einem wie auch immer gestalteten Diskurs beteiligen) einen Hinweis auf die hinter den unverwechselbaren Rhythmusformungen und dem expressiven Gestus der Tonhöhenkonturen seiner Musik stehenden Antriebskräfte: Derselbe Gestus und dieselbe Intensität sind es auch, die Ospalds reiner Instrumentalmusik ihre Plastizität verleihen und dem Hörer den Eindruck vermitteln, ihm werde etwas durchaus sprachlich Fassbares mitgeteilt. Neben der Rhythmik, die mitunter als das vorherrschende Element erscheinen mag, zwischen den Polen des beinahe Erstarrens und getriebener Gehetztheit viele Zustände kennt und den Verläufen der Kompositionen oft etwas gleichsam Szenisches gibt, ist es die spezifische Klanglichkeit und Färbung der zeitlichen Verläufe, die den semantischen Eindruck vielfach verstärkt. In den jüngsten Werken scheinen diese Komponenten in noch größerem Gleichgewicht zu stehen und vor allem das Aushorchen des klanglich Elementaren - bis hin zu Zuständen, für die Gustav Mahlers Bezeichnung "Naturlaut" angemessen wäre - noch mehr Raum zu erhalten.
"Ein Hörstück auf der Bühne"
Die Adaption Fred Apkes und Klaus Ospalds folgt den Stationen des Märchens "Die Nachtigall und der Rose", akzentuiert jedoch einzelne Momente und Aspekte, verweilt bei ihnen und setzt sie so bereits einer besonderen Beleuchtung und kommentierenden Deutung aus. Sind schon auf diese Weise die Gewichtungen verschoben, Einzelmomente aus dem gleichmäßig fortlaufenden Erzählfluss des Märchens herausgelöst, so kommt durch das Einsprengen auch anderer Textelemente eine weitere Bedeutungsschicht hinzu, die einerseits Akzentuierung und Kommentierung nochmals verstärkt, andererseits Person und Biographie des Märchendichters selbst ins Geschehen hineingeistern und so teilweise surreale Konstellationen entstehen lässt: Bei allen englischen Texteinwürfen nämlich handelt es sich um Äußerungen Oscar Wildes, seien sie auf seinen Prozess bezogen, seien sie anderen Dichtungen (etwa "Bunbury") oder seiner Schrift über soziale Missstände entnommen.
Von Beginn an bleibt die textliche Ebene nicht Sprecherin und Sprecher vorbehalten, sondern sind auch die Ensemblemusiker einbezogen - die Spannbreite reicht vom geflüsterten oder gerufenen Einwurf bis zum melodisierten Textvortrag und unterläuft jede simple Rollenverteilung mittels komplementär ineinandergreifender oder polyphon schichtender Integration aller Beteiligten. Jede sprachliche Äußerung, auch das unbegleitete Sprechen, ist präzise rhythmisiert, die Rolle musikalischer Gestaltungsweisen in diesem "Hör-Stück" also eindeutig fixiert; und auch über diesen Anteil an den direkten sprachlichen Äußerungen hinaus bleiben die Musik und ihre spezifischen Mittel für die Vergegenwärtigung und Deutung des Wildeschen Märchens fundamental. Denn nicht nur schafft die Musik Ausdrucksräume für die jeweilige Situation und kommentiert oder illustriert diese zugleich - nicht zum Wenigsten in unterschiedlichen Spielarten des Humors zwischen Ironie und Sarkasmus -, und nicht nur hält sie den Verlauf ebensosehr motivisch zusammen wie sie ihn in Vielfalt (zwischen Ruhe und Gejagtheit) gestaltet, sondern ihr bleibt es vorbehalten, die Gegenwelt zu borniertem Philistertum und dem, was gemeinhin "Realität" heißt, gegenwärtig werden zu lassen: Fünf längere Instrumentalblöcke (und rückblickend auch der Epilog) geben der Nachtigall, der Repräsentantin für Poesie und Künstler, gleichsam Laut.
Wolfgang Thein
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Klaus Ospald
1956 in Münster geboren, studierte nach dem Abitur Komposition bei Jürgen Ulrich an der Detmolder Hochschule für Musik und von 1979 bis 1986 Komposition bei Berthold Hummel an der Hochschule für Musik in Würzburg, an der er 1986 sein Studium mit dem Meisterklassendiplom abschloß und seither einen Lehrauftrag für Musiktheorie und Gehörbildung versieht.
1985 erhielt er ein Stipendium an der Cité des Arts Paris, 1987 den Förderpreis der Landeshauptstadt Stuttgart. Im gleichen Jahr machte er ergänzende Studien bei Helmut Lachenmann. 1988 würdigte der Freistaat Bayern sein Schaffen mit dem Staatspreis.
Klaus Ospald ist seit 1991 Autor des Verlags Breitkopf&Härtel, Wiesbaden, der inzwischen eine Reihe seiner kammermusikalischen Werke publiziert hat. Bedeutende Podien für zeitgenössische Musik wie die Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt, die Donaueschinger Musiktage, der Steirische Herbst Graz, das Bremer Podium oder die Münchner Biennale brachten Uraufführungen seiner Werke. 1997 wurde er für sein kompositorisches Schaffen mit dem XXIII.Premio Leonardo da Vinci ausgezeichnet.
Fred Apke
Regisseur, Theater - und Filmautor. Schauspielschule in Berlin, danach verschiedene Engagements als Schauspieler in ganz Deutschland. Ab 1987 längere Aufenthalte in Norwegen. Arbeiten für das norwegische Fernsehen als Autor und Schauspieler, Theaterregien. 1989 erfolgreiche Uraufführung seines ersten Stückes am Black Box Theater in Oslo. Ab 1991 wieder mehr in Deutschland - und dort Schauspiel - und Regiegast an verschiedenen Theatern (u.a. Kampnagelfabrik Hamburg, Stadttheater Herford, Landestheater Detmold, Stadttheater Fürth, Deutsches Theater Berlin (Baracke), Theater am Halleschen Ufer Berlin - Regien u.a. Shakespeare, Goethe, Nestroy, Ibsen, Strindberg, Mastrosimone, Enquist und eigene Stücke ) Zuletzt arbeitete Fred Apke für die Stiftung für deutsch –polnische Zusammenarbeit am Theater Koszalin (Polen), wo er den Faust herausbrachte. Fred Apke lebt in Berlin.